Dienstag, 6. Januar 2015

Tipps für Brautpaare...heute: Tradition!

Manchmal dauert es halt mal ein wenig länger... ich gebe es gerne zu, dass ich ein wenig schreibfaul war. Zum Start in die neue Hochzeits-Saison geht es aber nun weiter mit den Tipps für Brautpaare. Das Thema heute: Tradition!

Gerade hier bei uns im Norden gibt es zahlreiche Traditionen rund um das Thema Hochzeit.
Da werden zum Polterabend Männer-Jeans und Frauen-BH's vergraben, Hochprozentiges als "Grabbeilage" hinzugefügt und obligatorisch werden Vorgarten und Hauseingang prachtvoll von den Nachbarn, Freunden sowie Vereinsmitgliedern und Verwandten geschmückt. Etwas ausführlicher, möchte ich aber die Bräuche und Rituale auf der Hochzeitsfeier hier einmal beschreiben.

Es klingt in den Ohren... das "Klöttern"
Wenn sich alle Gäste in der Location eingefunden haben und ihre Sitzplätze einnehmen, wird nach der Begrüßungsrede gemeinsam das Festessen genossen. Egal ob während dem Essen oder zwischen den Gängen, immer wieder schlagen die Gäste mit dem Besteck an Gläser oder Teller bis sich das Brautpaar küsst. Manchmal geht es auch während der Feier mit diesem Brauch weiter, und die Gäste machen sich einen Spaß daraus immer in dem Augenblick zu "klöttern", wenn Braut und Bräutigam möglichst nicht nebeneinander sitzen.

Der Schleiertanz
In ausgelassener Stimmung und mit guter Musik, versammeln sich um die Mitternachtszeit alle auf der Tanzfläche und stimmen mit einem romantischen Lied zum „Schleiertanz“ an. Das ist der Zeitpunkt, wo aus dem Brautpaar das Ehepaar wird. Dazu wird der Schleier der Braut (meist jedoch extra dafür besorgter Reißtüll) von ausschließlich männlichen Personen über das tanzende Brautpaar gehalten, Wer möchte, kann noch einmal mit Braut und Bräutigam unter dem Schleier tanzen. In manchen Regionen wird zuvor etwas Geld in den Schleier geworfen und damit der Tanz mit der Braut oder dem Bräuigam "erkauft". Ist dann das Lied zu Ende, zerreißen die darum versammelten Gäste den Schleier und versuchen ein Stück zu ergattern. Wer dann das größte Stück des Schleiers erwischt hat, besitzt nicht nur ein Andenken an die wunderschöne Hochzeit, sondern wird auch nach alter Sitte die nächste Hochzeit ausrichten.


Es wird Zeit für eine neue Braut
Ist der Schleier zerrissen und aus Braut sowie Bräutigam wurden Mann und Frau, wird es Zeit für den Brautstrauss-Wurf. Dazu versammeln sich alle unverheirateten Frauen auf der Tanzfläche und erwarten den Wurf des Strausses. Laut der Überlieferung, wird die Fängerin des Strausses die nächste Braut

Gibt es auch einen neuen Bräutigam?
Nach vorheriger Absprache gibt es auch die Möglichkeit, einen zukünftigen Bräutigam zu erwählen.
Die Zutaten sind: genügend unverheiratete Männer und das Strumpfband der Braut!
Im persönlichen Vorgespräch kann euch ein professioneller Hochzeits-Discjockey den genauen Ablauf erläutern... mehr wird jetzt nicht verraten.

Tipp: Verzichtet bitte auf die Versteigerung des Strumpfbandes, da dies meist sehr langatmig und teilweise auch peinlich wird!

Bevor die Hochzeitstorte präsentiert wird...
schwingen das Ehepaar, die Brautstrauss-Fängerin und der "neue Bräutigam" noch einmal das Tanzbein. Es folgt der Ehrentanz, den alle anderen Gäste schunkelnd und klatschend begleiten.


Zum Abschluss noch ein wenig Romantik 
Neigt sich das Hochzeitsfest dem Ende zu, dann ist es Zeit für den letzten Tanz am Abend – den „Kerzentanz“. Das Brautpaar eröffnet den Kerzentanz in mitten der Tanzfläche, während die Gäste sich in einem Sitzkreis drum herum versammeln. Leuchtende Teelichter sind liebevoll auf einem großen Tablett hergerichtet und finden im Mittelpunkt der Tanzfläche Platz. Nach und nach stoßen dann die Eltern und Schwiegereltern zum Tanz dazu, bis das letzte Lied des Abends das wundervolle Hochzeitsfest abschließt.

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